Hohlraumschutz Hohlraumversiegelung Hohlraumkonservierung
Mai 27th, 2010 | By admin | Category: AllgemeinHohlraumschutz, Hohlraumversiegelung, Hohlraumkonservierung – drei Bezeichnungen für ein und dieselbe Sache.
Unter Hohlraumschutz versteht man den Korrosionsschutz in hohlen Räumen von Bauteilen aus Blech und Stahl. meistens denkt man bei “Hohlraumschutz” an den Rostschutz von Kraftfahrzeugen. Hohlraumschutz wird jedoch in Ballastwassertanks von Binnenschiffen und Hochseeschiffen, in Rohren, Behältern und vielen anderen Stahlbauteilen praktiziert.
Hohlräume von Kraftfahrzeugen
Autos – Personenwagen, Lastkraftwagen und Rennwagen – wurden in der Frühzeit des Automobils und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts anders als heute gebaut. Hohlraumschutz war damals kein Thema, denn die Autos hatten meistens keine Hohlräume oder nur sehr wenige.
Das Fahrgestell (Cassis) bestand bei Autos bis in die 1930er Jahre meistens aus einem Rahmen – auch bei Personenwagen. Der Rahmen wurde bis zu dieser Zeit und darüber hinaus oft aus Holz gebaut. Auf den Rahmen wurde die Karosserie gesetzt. Die Blechteile der Karosserie bestanden aus einer einzigen Blechwand ohne Zwischenräume.
Bei dieser Art der Konstruktion gab es keine Hohlräume, in denn sich Feuchtigkeit bilden und Rost entstehen konnte. Das Blech der Karosserien – Motorhauben, Kotflügel, Kofferraum usw. war milimeterdick. Die Fahrzeuge aus Uropas Zeiten verschwanden nicht aus dem Straßenbild, weil sie verrosteten, sondern, weil der technische Fortschritt weiterging und ein Auto nach 10 bis 20 Jahren völlig veralttet war. Diese Autos verschwanden von den Straßen, weil sie nach 10 bis 30 Jahren technisch überholt und unattraktiv waren. Sie verschwanden aus dem Straßenbild, weil die Holzrahmen und Holzbeplankung mancher Karosserien schneller faulte, als die Bleche rosten konnten. Autos aus der Zeit bis um Ende des zweiten Weltkrieges sind heute auch deshalb rar, weil sie in zwei Weltkriegen für das Militär beschlagnahmt und für militärische Zwecke verheizt wurden.
Selbsttragende Karosserien mit Hohlräumen
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden immer mehr Autos mit selbsttragenden Karosserien hergestellt. Das neue Konstruktionsprinzip hatte erhebliche Vorteile gegenüber der alten Rahmenbauweise. Es hatte jedoch auch einen großen Nachteil
Eine selbstragende Karosserie besteht aus dem Fahrwerk, das unter der Bodengruppe an Federungen und Halterungen aufgehängt und befestigt ist. Eine selbsttragende Karosse besteht aus einem profiliertem Bodenblech, das die Karosserie trägt. Die Karosserie besteht aus der Fahrgastzelle, den Kotflügeln, der Motorhaube und der Kofferraumhaube.
Um eine selbsttragende Karroserie stabil und verwindungssteif zu machen, wurden profilierte Bleche verschweisst, zwischen denen Hohlräume entsstanden. Ebeno gehört der Aufbau mit stabilisierenden Säulen, die Karossrie versteifen und das Dach des Autos tragen, dazu.
Somit enstanden je nach Automarke, Modell und Konstruktion des jeweiligen Modells verschiedene Hohlräume, z.B.:
- ím doppelwandigen Bodenblech
- in den nun doppelwandig ausgeführten Hauben für den Motorraum, Kofferraum und den Autotüren
- in den tragenden Säulen
Konsumgut Auto ohne Korrosionsschutz
Das Auto war in den 1950er und 1960er das begehrsteste Konsumgut, auf das man sparte und für viele ein unerreichbarer Traum oder nur als billiger Gebrauchtwagen kaufbar. An den Korrosionsschutz dachten Hersteller wie Besitzer oft zu letzt. In den 1950er und 1960er Jahren wurde ein Auto so lange gefahren, bis man sich ein Besseres und teureres Modell leisten konnnte, oder das mühsam ersparte Auto unmodern war. Autos waren Wegwerfgegenstände.
Hohlraumschutz ab Werk gab es nicht immer. Der Unterbodenschutz bestand aus dicken Schichten mit Bitumen, die dem damiligen Stand der Technik enstprachen, aber nach Jahren hart wurden, brachen und von Feuchtigkeit unterwandert Rostherde am Unterboden erzeugten.
Ausbesserungen beim Hohlraumschutz und Unterbodenschutz
Ausbesssen der werksseitig schlechten Vorkehrungen gegen den Rost wurde in den 60er Jahren zur Freizeitbeschäftigung von Autobesitzern, die länger rostfreien Spaß an ihrem Fahrzeug haben wollten. Der Unternoden wurde mit Bitumen eingekleistert, dem Nachbarn wurde empfohlen, als erstes einen Unterbodenschutz machen zu lassen. Der Rostfrass in den Hohlräumen wurde dabei meistens vergessen.
Mein Auto ist verzinkt, mit Rost kann ich doch nie ein Problem bekommen?
Leider doch. Korrosionsschutz wurde für die Automobilindustrie und speziell für deutsche Hersteller in den 1980er Jahren wieder ein wichtiges Thema. Dafür hatte die deutsche Automobilindustrie auch einen guten Grund: die Kunden liefen den deutschen Autoherstellern davon. Japanische Autos hatten inzwischen ihre Zuverlässigkeit bewiesen, waren oft sehr viel preiswerter und billiger. Autos französicher, japanischer und anderer Hersteller boten oft mehr Ausstattung und Extras für einen weit geringeren Preis als ma für ein Autos aus deutscher Herstellung bezahlen mußte.
Die deutsche Autoindustrie konterte mit Qulität und dazu gehörte die teilverzinkte und später die vollverzinkte Karosserie. Heute werden Rostschutzgarantien von Autoherstellern für Neufahrzige angeboten.
Zink und Verzinkungen sind kein Korrosiosnschutz für die Ewigkeit
Zink ist ein unedles Metall. Es “opfert sich” für das darunter liegende Fe² Metall- Stahl. Das heisst, die enflüsse der Uwelt, Feuchtigkeit u.s.w. sorgen dafür, dass das Blech der Karosserie so lange rostfrei und intakt bleibt, wie die Verzinkung und Zinkschicht hält. Aber keine Verzinkung hält ewig, siei wird abgenutzt, im Laufe der Jahre dünner. Salze und Säuren sind der größte Feind von Verzinkungen und Zink. Salze und Säurebildungen kommen im Straßenverkehr aber immer noch vor, auch wenn das Thema “sauerer Regen” inzwischen weitgehend aus der Presse verschwunden ist.
So wenig Rostschutz wie möglich
Die Autoindustrie steckt seit Jahren in einer Absatzkrise. Dementsprechend sscheint das neue Thme “So wenig Rostschutz wie möglich” zu sein. Man verlässt sich auf Rostschutzgarnatie, die je nach Marke und Modell verschieden lang ist, aber meistens ungefähr so lang wie die werksseitige Rostschutzgarantie. Wir haben jedenfalls seit ca. 200 vermehrrt Anfragen von Kunden, die ein Neufahrzeug gekauft haben und über den Korrosionsshutz entsetzt sind: “Da ist ja nichts oder fast nichts an Unterbodenschutz und Hohlraumschutz!”